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Ein rostiger Lanz Bulldog beim Volkmarster Treckertreffen

Im Mai 2009 war ich das erste Mal in Volkmarst, als dort das Treckertreffen stattfand. Durchgefahren durch Volkmarst war ich schon viele Male, auf dem Weg nach Hamburg, Stade oder Buxtehude. Doch gehalten hatte ich hier noch nie. Wo liegt denn Volkmarst? Für mich liegt das auf der Strecke von Bremerhaven nach Bremervörde direkt an der B74. Ein kleines beschauliches Dörfchen, das, als ich dort war, allerdings außer Rand und Band war. Wie ein großes Dorffest war es organisiert, für die Besucher und deren Fahrzeuge wurde extra eine Weide freigemacht und Lotsen dirigierten den Verkehr.

Nachdem ich mein Fiat Coupe im tiefen Gras geparkt hatte, dort wo normalerweise Kühe tiefe Löcher in den Boden treten, begab ich mich gleich zum Veranstaltungsplatz nebenan. Höllisch laute Motoren brüllten sich die letzte Kraft aus dem Schornstein, denn zum Rahmenprogramm gab es für jüngeren Landwirte ein ausgiebiges Kräftemessen ihrer Traktoren, indem die schwere und schwerste Gewichte über eine Sandbahn ziehen müssen, wobei das Gewicht mit jedem gezogenen Meter schwerer wurde. Oft gab es enttäuschte Gesichter, wenn der Bolide sich hoffnungslos im Sand festgefahren hatte. Und da waren verdammt große Dinger dabei.

Den Hauptplatz belegten jedoch die alten Trecker, hier und da wurde ein Bulldog angekurbelt und blubberte so vor sich hin. Ich bin nun wahrlich kein Experte für historische Traktoren, auch bei Autos muss ich oft passen, faszinierend finde ich die aber unbedingt, denn Technik begeisterte mich schon immer.

Eifrig diskutierten die Fachleute in kleinen Gruppen um die eine oder andere Maschine versammelt, sahen Fremde argwöhnisch an. Auch ich fiel mit meinen beiden Kameras auf, gehörte ich doch auch sonst sofort erkennbar nicht zu den Insidern. Doch wenn ich mal eine Frage stellte, wurde mir meist kundig Auskunft gegeben und nur, wenn meine Frage als arg naiv eingestuft wurde, blieb man mir eine Antwort schuldig. Naja, ich gehöre eben nicht dazu, bin nur neugierig. Solche Treffen dienen den Besitzern und Liebhabern ja meist zum Vorzeigen, aber auch um was zu tauschen, kaufen und verkaufen, denn alte Teile sind rar. Und Tipps und Tricks sowie die eine oder andere Adresse, wo man Teile herbekommt, wurde sicher auch geteilt.

Kleine Maschinen sind manchmal überhaupt nicht als solche zu erkennen und man übersieht sie schnell. Doch wenn einem solch ein Teil vorgeführt wird, beeindruckt das schon (siehe im Film). Und wenn die großen Lanz Bulldogs mit ihrem 1 Zylinder Motor angeworfen werden, da bummert das Herz, der Magen tanz mit den tiefen Tönen auf und ab. Als würde man vor einem riesigen Bass stehen. Beruhigend und berührend.

Leider hab ich während des Festes nur gut 20 Foto gemacht, so muss ich mit der kleinen Auswahl zufrieden sein. War wohl mehr am Gucken und vergaß das Fotografieren dabei – sowas kommt eher selten vor. Naja, ein Foto hab ich mir heute mal vorgenommen und ein bisschen damit herumgespielt. Und wie es kommen musste, es war ein Foto von einem Lanz Bulldog. Der sah arg rostig aus, aber ich denke, sein Besitzer hat den bewusst so belassen, ihm seine Patina gelassen. Das gefiel mir.

Lanz Bulldog rostig

Und weil der Lanz so schön alt aussah, habe ich meinem Foto auch ein wenig Patina verpasst. Was meint ihr, ist das Bild stimmig?

Ich hatte auch noch ein paar kurze Videosequenzen gefilmt, die muss ich aber erst noch ein wenig schneiden, damit da was brauchbares bei rauskommt. Update: Hab den Film gestern Abend noch zusammen gestellt und kurz vor Mitternacht war ich mit dem Ergebnis zufrieden. Im nächsten Beitrag zeige ich euch den Film.

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