Panorama Fotografie »Blick auf die Dockanlagen der Lloyd Werft Bremerhaven«

Gestern Abend hatte ich mal wieder Lust auf eine kleine Hafentour durch Bremerhavens Überseehafen. Ich wollte zum Containeraussichtsturm, von wo aus ich gut zur einen Seite zum Containerterminal und auf der anderen Seite zu den Dockanlagen der Lloyd Werft schauen kann. Und der erhöhte Blick gewährt mir einen guten Überblick auf die weiten Areale, die hier zu finden sind.

Gegen fünf am Nachmittag machte ich mich auf den Weg, um die blaue Stunde genau abzupassen. Um 17.20 war ich schon oben auf der Aussichtsplattform und stellte erstmal meine Stative ab und genoss den Ausblick. Leider sah es sehr grau aus, von einem möglichen Sonnenuntergang über dem Containerterminal war da noch nicht zu träumen. Der Wind blies kräftig und es fühlte sich verdammt kalt an, obwohl das Thermometer fast 10° anzeigte. Der Wind tat das seine für die Kälte.

Ich suchte zuerst einen guten Platz für die Aufnahmen des Containerplatzes hin zur Containerkaje. Die Kräne waren sehr gut zu sehen, die Luft klar. Dort stellte ich dann das große Stativ für Kamera auf. Ich  machten einen Probeschwenk, um zu sehen, wie weit ich später das Panorama aufnehmen wollte. Dann hiess es erstmal warten, denn zu der Zeit war es noch zu hell, keine einzige Lampe brannte an irgendeinem Kran oder anderen technischen Gerät.

Die Wartezeit nutzte ich, um für eine Zeitrafferaufnahme mit dem iPhone ein geeignetes Motiv zu erspähen und den geeigneten Aufnahmeort zu finden. Ich entschloss mich zu einer Aufnahme des Abendverkehrs auf der großen Drehbrücke bei der Nordschleuse. iPhone aufs Stativ, in der Waage ausgerichtet und die Zeit für die Aufnahme gewählt: 20 Minuten sollen später 20 Sekunden ergeben. Start.

Trotz des saukalten und windigen Wetters war ich fast die ganze Zeit nicht allein auf dem Aussichtsturm, was mich doch sehr wunderte. Scheinbar waren das alles Touristen, die den Ausblick auf die Hafenanlagen unbedingt einmal gesehen haben wollten. Respekt.

Irgendwann gegen 19 Uhr kam er dann doch noch, der Sonnenuntergang. Der Himmel färbte sich rot, zwar ein kühles Rot, aber immerhin. Ich machte während meines Aufenthalts insgesamt 366 Aufnahmen, wie ich später zu Hause feststellte, und zwei Zeitrafferfilme. Beim zweiten Zeitraffer hatte ich übrigens Glück, denn nur zufällig sah ich, während ich mit den Panoramen beschäftigt war, das die Schranken an der Drehbrücke heruntergelassen waren. Ein Zeichen, dass die Drehbrücke gleich geöffnet wird und ein Schiff passieren wird. Schnell suchte ich mir einen guten Platz und platzierte das iPhone Richtung Brücke. Den Film muss ich noch ein klein wenig aufpeppen und poste den dann in den kommenden Tagen hier im Blog.

Das erste Foto aus der Panorama Serie konnte ich heute fertig bearbeiten. Jaja, sowas dauert eben seine Zeit. Sicher, es sind ja nur 18 Aufnahmen, aus denen dieses Panorama besteht, doch erstmal müssen jeweils drei Einzelfotos zu einem HDR zusammen gefügt werden. Und dafür gibt es fast unendlich viele Methoden. Bis ich die passende gefunden hatte, dauerte es schon fast zwei Stunden. Heraus kamen sechs HDR Fotos, die wiederum zu einem Panorama zusammen gesetzt werden wollen. Das ging glücklicherweise schnell vonstatten. Doch insgesamt war das Bild, weil in der blauen Stunde aufgenommen, viel zu blaulastig. Ich brachte fehlende Farben mit Nik Color Efex zurück und auch sonst gab es nette Effekte dort zu finden. Abschließend eine Schärfung des Bildes für eine Zielgröße im Druck von 200×80 cm. Dann importierte ich das fast fertige Panorama in Apple Aperture und darin führte ich mit dem Zauberwerkzeug die finale Tonwertkorrektur durch. Fertig.