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Fotografie »Buschpricken im Wremer Tief« von Ilona Weinhold-Wackernah

Jeder, der mal im Norden unserer Republik unterwegs war, hat vielleicht bei einem Besuch eines kleineren Hafens an der Nordseeküste oder bei der Überfahrt zu einer unserer Nordseeinseln diese Stöcker im Watt gesehen. Die stehen da oft in Reih und Glied ohne ersichtlichen Grund. Oder doch? Natürlich haben die eine Aufgabe, eine sehr wichtige: sie markieren die schmale Fahrrinne für unsere Schiffe und Spaziergänger im Watt – die Wattwanderer.

Buschpricken heissen die Stöcker und die müssen jedes Jahr erneuert werden und ihr Standort wird da gleich neu festgelegt. Schließlich sollen sie den richtigen Weg weisen. Und da sich durch Ebbe und Flut diese Fahrrinnen bewegen – verändern –, müssen die in regelmäßigen Abständen überprüft und neu festgelegt werden. Besonders große Veränderungen gibt es übrigens meist nach Sturmfluten – da zeigt sich die Gewalt der Nordsee besonders deutlich.

Die Buschpricken in unserem Bild zeigen die Fahrrinne für die Fischkutter in Wremen. Und natürlich für die Sportboote und Wattwanderer benutzen die zur Orientierung.