Veröffentlicht am

Stadt Land Kunst

Stadt Land Kunst – ein Ausflug in unsere Gedanken und Intentionen, warum wir so fotografieren und nicht anders. Gerne machen wir Ausflüge zu Orten in unserer näheren Umgebung. Dabei entdecken wir so vieles, das wir das Gesehene im Foto festhalten. Nur manchmal haben wir auf Ausflügen keine Kamera dabei. Wenn wir in solchen Situationen etwas sehen, was sich uns einprägt, dann kann es sein, das wir zu einem späteren Zeitpunkt gezielt diesen Ort erneut besuchen um ein Foto zu machen. Aus den Augen, aus dem Sinn trifft also nicht unbedingt zu.

Stadt Land Kunst – Bremerhaven Neuer Hafen © 2019 Adrian J.-G. Wackernah - 001212
Aus Stadt Land Kunst – Fotografie Bremerhaven Neuer Hafen © 2019 Adrian J.-G. Wackernah – 001212

Stadt Land Kunst

Wenn wir eine Stadt bereisen, so erkunden wir deren Geschichte und machen uns mit dem Besonderen vertraut. Jede Stadt hat seine Geschichte, seine Erzählungen. Das, was wir dann im Foto festhalten, basiert auf eben der Geschichte, dem Gelernten über das Bauwerk, die Architektur, die Sehenswürdigkeit.

Eine Stadt verändert sich. Gebäude werden abgerissen und ersetzt durch Neues. Da sind wir froh, wenn wir das Verschwundene im Bild festgehalten haben und später darauf zurückgreifen können. So sind unsere Fotos auch ein klein wenig Dokumentation. Trotzdem bleibt jedes Foto immer eine Interpretation des Gesehenen durch uns.

So entstehen Bilder, die farbenfroh wie Postkarten aussehen. Eine Kamera ist leider nicht in der Lage, Gefühle mit ins Bild auszunehmen. Also packen wir das, was uns beglückt hat durch Farbe mit ins Bild. Manchmal bunt, manchmal kühl blau, manchmal warm gelb. Und wenn Farbe stört, wird ein Bild eben Schwarzweiß.

Produktbild Föhr Deichschaf © 2004 Adrian J.-G. Wackernah - 001123
Fotografie Föhr Deichschaf © 2004 Adrian J.-G. Wackernah – 001123

Stadt Land Kunst

Das was uns die Geschichte über eine Stadt erzählt, trifft fast immer auch auf das Land zu. Das Land wird geprägt von seiner Landschaft, der Natur, seinen Bewohnern und deren Lebensraum – die Dörfer, Flecken, Kleinstädte und Inseln. Wobei der Übergang zwischen Dorf und Stadt fließend zu sehen ist, denn eine Kirche im Dorf kann genauso viel Geschichte erzählen wie eine in der Stadt.

Der Klimawandel und menschliche Eingriffe sorgen für Veränderung. Der Wandel in der Natur ergibt vielfältige Motive. Motive die es zu bewahren gilt. Solange möglich möchten wir die schönsten Bilder, die die Natur uns beschert, im Foto festhalten. Wir zeigen auf, wo wir uns besonders wohlgefühlt haben und was uns bewegte.

Einen Moment die Natur erleben, löst Gefühle aus. Das Licht der untergehenden Sonne schenkt uns Wärme, die im Bild mit warmen Farben eine verstärkte Betonung findet. Manchmal sind die Farben übermäßig betont, doch das ist eben dem Gefühl geschuldet, das uns bei der Aufnahme überkam.

Stadt Land Kunst

Mit unserer Kunst, die fast immer durch unsere Fotografie gelebt ist, zeigen wir unsere Interpretation der Geschichte, unsere Sichtweise, unsere Vision. Indem wir im Bild Elemente betonen oder abschwächen, wegnehmen oder hinzufügen, machen wir deutlich, was uns wichtig ist. Unser Ziel ist nicht die Abbildung der absoluten Realität. Wir zeigen immer unsere Interpretation.

Besonders deutlich wird die Interpretation in den im Studio selbst zusammen gestellten Stillleben. Auch die Kompositionen sind gute Beispiele für unsere Kunst. Grundsätzlich ist jede Aufnahme eine Interpretation, denn durch den gewählten Blickwinkel nehmen wir Einfluss aus das Gesehene, wenn auch nicht so deutlich.

Stadt Land Kunst Fotografie

Produktbild Tee-Genuss Rotweiß © 2008 Ilona Weinhold-Wackernah
Fotografie Tee-Genuss Rotweiß © 2008 Ilona Weinhold-Wackernah – 000827

Still life – Stillleben

Das Stillleben ist Ilonas Domäne, lebt sie sich doch überschwänglich darin aus. In der Still life-Fotografie hat sie alle Zeit der Welt, ihr Motiv nach ihren Vorstellungen aufzubauen. Sie kann in aller Ruhe den Blickwinkel wählen, der ihrer Meinung nach der Richtige ist. Sie macht wie der Maler, der Bildhauer. Beide haben eine Grundidee, die über einen Zeitraum oder während des Entstehens verfeinert wird bis der Ausdruck das wiedergibt, was Künstler ausdrücken will. Meine persönliche Anmerkung zur aktuellen Malerei: Ich finde es schade, das die Malerei sich um 1900 herum von der Fotografie abgrenzen wollte und das mit der abstrakten Malerei tat.

Produktbild Bremerhaven Skyline 2 © 2009 Adrian Wackernah - 000248-51
Fotografie Bremerhaven Skyline 2 © 2009 Adrian Wackernah – 000248-51

Panoramafotografie

Ich entdeckte die Panoramafotografie so um 2009 herum für mich. Damals fotografiert ich mit einer Nikon D100 Kamera. Die Kamera konnte 6 Megapixel große Fotos erstellen. 6 Megapixel Fotos lassen sich aber nur begrenzt groß zu Papier bringen. Ich wollte aber gerne ganz große Fotos auf Leinwand drucken, hatte ich doch einen Drucker, der auch 3×1 m große Bilder drucken kann. Also machte ich erste Versuche, ein Motiv in vielen Einzelteilen aufzunehmen und die dann am Computer so zusammen zu setzen, das daraus ein ganzes Bild entsteht. Mein Foto Bremerhaven Skyline entstand damals.

Inzwischen habe ich meine Technik verfeinert und einen ganzen Stapel Panoramen fotografiert. Moderne Kameras sind heute in der Lage Bilder mit 24 oder gar 46 Megapixeln zu fotografieren. Gerade eben erhielt ich einen Werbeprospekt mit der für September lieferbaren Sony Kamera mit 61 Megapixeln Auflösung. Damit bräuchte ich eigentlich meine Panoramafotografie nicht weiter verfolgen, denn ich erhielte mit einer einzigen Aufnahme eine Datei, die man 3 m breit drucken könnte.

Doch der Teufel steckt manchmal im Detail. Mit meiner Technik bin ich in der Lage auch 240 oder eben 360 Grad Blickwinkel zu fotografieren. Oder sogar Gigapixelbilder zu erstellen, indem ich ein Motiv sowohl zeilen- als auch reihenweise aufnehme. So erreiche ich eine Auflösung, die die 61 Megapixel der soeben vorgestellten Sony weit übertrifft.

Meine Panoramen erreichen so eine anders nicht erreichbare Detailzeichnung und Auflösung und lassen sich teilweise bis zu 760×140 cm groß auf Leinwand bannen. Es ginge sogar noch größer, aber größer kann meine Druckmaschine nicht drucken. Und für 760×140 cm große Wandbilder braucht man schließlich auch ausreichend große Wände.

de Künst – gemeinsam Kunst zeigen

Seit 2019 ist das Projekt de Künst online, das befreundeten Künstlern erlaubt, gemeinsam ihre Kunst zu präsentieren. Wir haben de Künst als Marktplatz mit eCommerce konzipiert. Kunst, die oftmals nur als Unikat existiert – also Einzelstücke sind, kann dort reserviert bzw. bestellt werden. Bezahlt wird aber erst bei Abholung beim Künstler. Gleichzeitig schreiben wir über unsere Aktivitäten, weisen auf Ausstellungen hin und geben Wissen weiter. Besucht doch mal de Künst.