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Feine Fotos von Bremerhaven

Seit vielen Jahren streife ich durch unsere Heimatstadt und mache mit meiner Kamera feine Fotos von Bremerhaven. Mein Blick geht manchmal auf kleine Details, oftmals sehe ich eine Szene gerne in seiner Gesamtheit. Solche Übersichten wirken dann natürlich nur in großen Bildern, wo man das Motiv ganz nah betrachten kann.

Das Hafengebiet – früher eine schier unerschöpfliche Quelle and Motiven. Doch seit dem Terror am 11. September in Amerika sind auf drängen der USA die Sicherheitsmaßnahmen in allen Häfen so sehr ausgebaut worden, das man fast nirgends mehr hinkommt. Fast überall versperren Zaunanlagen den Zugang. Nur Ausnahmegenehmigung findet man manchmal Zutritt, was einem spontanen Fotoausflug natürlich widerspricht. Ich musste erst lernen den Hafen mit erweitertem Blick zu sehen, um andere spannende Motive zu entdecken. Trotzdem weine ich der alten Zeit ein wenig nach.

In Bremerhaven jedenfalls finden sich so viele maritime Motive, das man eigentlich nie fertig werden kann. Jeder Spaziergang liefert Entdeckungen, neue und oft spannende Fotos.

Immer wieder schleiche ich zum Beispiel um die alte Wulsdorfer Kirche von 1313 herum. Der allein stehende Glockenturm fasziniert. Wikipedia schreibt über die Kirche am Jedutenberg:

Die romanische Feldsteinkirche mit Westturm und freistehendem Glockenturm war eine Wehrkirche. Der Kirchhof war mit einer ungewöhnlich hohen und starken Mauer eingefasst, damit die Einwohner mit Vieh und Gütern sich gegen den Überfall von Räubern flüchten und schützen konnten.

1949 erfolgte die Wiederherstellung des Altaranbaus an der Wulsdorfer Kirche nach Plänen von Gustav Sieben.

Der Fischereihafen hat auch seine Geschichte und liefert ganz viele Motive. Irgendwann in den 1960er Jahren war der mal der größte in ganz Europa. Wikipedia:

Bis in die 1960er Jahre hinein war der Fischereihafen der größte auf dem europäischen Festland. So gehört Grimsby mit dem größten Fischereihafen Großbritanniens zu Bremerhavens Partnerstädten. Noch heute ist der Fischereihafen der wichtigste in Deutschland, was der Stadt den Spitznamen Fishtown eingebracht hat. Je nach Ertragslage tauft die Politik den Fischereihafen zum Lebensmittel-, Offshore- oder Wissenschaftshafen um.

Ab dem Jahr 2000 nahm das Projekt Havenwelten langsam Form an. Das Deutsche Auswanderer Haus, das Klimahaus, das Atlantic Hotel Sail City von 2008 mit Aussichtsplattform und seit kurzem auch die vielen Neubauten rund um den Neuen Hafen. Und natürlich der Alte Hafen mit den historischen Schiffen und dem Deutschen Schifffahrtsmuseum. Und die Havenwelten wurden sogar ausgezeichnet:

Die Havenwelten wurden 2009 vom Bundesverkehrsministerium mit dem Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur ausgezeichnet.

Wie es begann

Begonnen hat meine Fotoexkursion durch Bremerhaven in 1980er Jahren. Damals entdeckte ich die Kamera für mich schwärme seitdem für die Fotografie als ausdruckstarkes Medium. Ich mag auch manche Malerei, aber gegen die Fotografie kommt die für mich nicht an.

Ein Foto zeigt das, was der Fotograf zeigen will. Eine kleine Änderung des Blickwinkels oder Standpunkts erzeugt oft ein ganz anderes Bild. So gestalte ich meine Motive. Aber das was ich im Bild festhalte ist wirklich. Das halte der Malerei auch vor, das sich der Maler seine Wirklichkeit nach eigenem Gusto zusammenstellt. So kommen zwar schöne und spannende Bilder zustande, aber eben nicht authentische.

In den 1980ern fotografierte ich vorwiegend in Schwarzweiß. Natürlich auf Film. Kodak Tri X oder Ilford Pan Filme waren meine bevorzugten Aufnahmemedien. Im eigenen Fotolabor mit Dunkelkammer habe ich die entwickelt. Und dann den Film im Vergrößerer von Durst eingelegt entstanden auf Fotopapier Positive. Mit Fotopapieren verschiedener Gradation erzielte ich unterschiedliche Wirkungen im Abzug.

Später kam das unvermeidliche Farblabor hinzu. Das war aufwändiger und manchmal auch unbefriedigender, denn allein die Glühlampe im Vergrößerer hatte so großen Einfluß auf das endgültige Bild. War die Lampe älter musste länger belichtet werden (logarithmisch), machte man viele Abzüge gleichzeitig wurde die Glühbirne warm bis heiß im Vergrößerer und ihre Lichtfarbe änderte sich. Einen einmal gemachten finalen Fotoabzug ein zweites Mal herzustellen war fast unmöglich, vor allem wenn zwischen den Arbeiten längere Zeiträume lagen. Wenn heute wer beim Herstellen von digitalen Prints über Farbabweichungen zwischen zwei Drucken bei Verwendung von unterschiedlichen Chargen eines Papiers klagt, der hat vergessen, wie groß die Unterschiede im Labor ausfallen konnten. Ich bin froh heute digital arbeiten zu können.

Anfang der 2000er Jahre mit der Digitalkamera entstanden unheimlich viele Fotos. Zu viele, denn ich brauchte ja nicht mehr auf das Ende des Films in der Kamera achten und teures Material war obsolet weil die Speicherkarte immer wieder benutzt werden konnte. Und es blieb nur das Kleinbildformat übrig. In den Anfängen hatte ich Kleinbild-, Mittelformat- und Großformatkameras. Zu meiner Ausrüstung gehörten Marken wie Contax, Pentax, Minolta, Yashica, Hasselblad und Sinar. Als ich Ilona kennenlernte brachte sie eine Nikon und eine Pentax 6×7 mit in die Beziehung. Die Pentax gaben wir irgendwann weg, weil es kaum noch Mittelformatfilme gab und die Kamera sau schwer war – deshalb stellen heute nur noch Nikons unser Arbeitsgerät.

Im Atelier und online

Im Atelier An der Mühle – An der Mühle 45, 27570 Bremerhaven –, das wir seit Mai 2016 betreiben, haben wir eine kleine Ausstellung mit aktuell neuen Fotos aus unserem Repertoire. Im Magazin schlummern viele fertige Wandbilder, sehr viele mit Motiven von Bremerhaven. Und ab und an bieten wir auch Workshops an zu Themen wie dem Druck von Fotos, Aufnahmetechniken und natürlich rund um die eigene Homepage mit WordPress und WooCommerce.

WordPress und WooCommerce stellen auch die Basis für diesen unseren Onlineshop, indem wir fast alle Produkte zum Kauf anbieten. Und wir nutzen das eCommerce auch um Produktverkäufe im Atelier korrekt zu verbuchen. Das spart uns doppelte Produktkataloge.

Aber seht selbst und besucht uns mal im Atelier. Unten sind unsere ungewöhnlichen Öffnungszeiten aufgezeigt. Wir freuen uns auf einen Klönschnack, eine gemeinsame Tasse Kaffee und vielleicht gefällt das eine oder andere Produkt. 🙂