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SlickRemix Feed Them Gallery

Ich war mal wieder auf der Suche nach interessanten Funktionen um unsere Fotos einfacher online zu bringen. Ich fand in einem Blogbeitrag eine kurze Erwähnung von Feed Them Gallery von SlickRemix. Das hab ich mir dann mal genauer angesehen.

Wer schon mal hundert Fotos zu WooCommerce zum Verkauf eingestellt hat, der weiß wie zeitaufwändig dieser Prozess sein kann. WooCommerce gibt einem zwar Hilfen an die Hand wie z. B. ein Produkt duplizieren und dann mit neuem Vorschaubild ersetzen, Text anpassen und veröffentlichen. Das klappt aber nur, wenn die Produkte gleich sind. Wer seine Fotos in verschiedenen Varianten verkauft, der muss dann doch mehr individuell festlegen, als nur Thumbnail und Beschreibung. Kompliziert bzw. arbeitsintensiver wird es, wenn auch noch Attribute ins Spiel kommen. Ich hab da z. B. Ort, Urheber und Bildmotiv als eigenständige Attribute in Verwendung. Die muss ich bei jedem Duplizieren natürlich prüfen und gegebenenfalls korrigieren.

Gleich vorweg: Feed Them Gallery nimmt einem das nicht ab. Es verfolgt einen anderen Ansatz, der vielleicht bei geändertem Workflow trotzdem viel Arbeit ersparen kann.

Erstmal ist es ein Plugin um Bilder in Galerien zu sammeln und präsentieren. Also im Plugin eine neue Galerie anlegen, Bilder hochladen oder aus der Mediathek einfügen, den Shortcode kopieren und in einem Beitrag oder auf einer Seite einfügen. Violá, die Bilder werden schön in einer Galerie präsentiert. Es gibt verschiedene Galerietypen, man kann auf das Layout gezielt eingreifen. Galerien können sicher später um weitere Bilder ergänzt werden und man hat Einfluss auf die Reihenfolge.

So weit so gut. Das Plugin ist kostenlos und kann hier bezogen werden. Interessant fand ich allerdings ein Feature, das erst in der kostenpflichtigen Premium Version zu finden ist: Zu jedem Foto kann Feed Them Gallery ein WooCommerce Produkt erstellen. Automatisch.

Damit das auch mit meinem Workflow und wie ich meine Bilder als Produkte anbiete funktioniert, greift das Plugin auf Vorlagen zurück. Beispiel: Ich habe ein Panoramafoto, Seitenverhältnis 3:1. Das biete ich als Wandbild in 90×30 cm, 120×40 cm und 150×50 cm an. Das Produkt ist ein variables Produkt, jede Variante hat seinen eigenen Preis und eine Versandklasse zugeordnet. Das 90×30 cm geht noch als Paket weg, die anderen sind schon Sperrgut (bei der Post ist das so).

Ich lege mir also ein Dummieprodukt mit all den Einstellungen an, die ich eben beschrieben habe. In einer neuen Galerie lade ich jetzt meine Panoramen hoch, wähle für die Produkterstellung das Dummieprodukt als Vorlage und Feed Them Gallery erstellt zu jedem Bild in der Galerie ein eigenständiges Produkt. Solange ich gleichartige Bilder hochlade, geht das gut. Habe ich aber ein Panorama, das ich aus welchen Gründen auch immer zusätzlich in 180×60 cm anbieten möchte, so kann ich das entweder in dem Produkt manuell hinzufügen oder das Bild in einer weiteren Galerie mit einer Vorlage, die das Format auch enthält, verarbeiten. Das schöne ist, das ich die dabei erstellten Galerien nirgends veröffentlichen muss, das ist gänzlich optional.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist die Kaufoption eines Fotos in einer Galerie. Das geht so: Bilder in einer Galerie können per Klick auf das Vorschaubild in der Lightbox angeschaut werden. In der Lightbox kann ich auf Wunsch nun alle Optionen zum Kauf eines Wandbilds anzeigen lassen. Kunde muss also nicht noch einmal klicken um zum Produkt zu gelangen. Das bringt Kunden ein ganz neues Einkaufsgefühl und sieht deutlich schicker aus, als eine WooCommerce Produktliste.

Ob ich mir das Plugin zulege ist  noch nicht entschieden. Ich fand es erst vorgestern, las mir die Funktionen durch, schaute mir weitere Berichte durch, spielte mit der Demo herum. Doch ob es in meinen Shop passt, wäge ich noch ab. Immerhin habe ich schon an die tausend Bilder online und Plugins habe ich eigentlich auch schon zu viele aktiviert. Jedes Plugin kostet schließlich Performance. Und ich müsste für ein durchgängiges Kundenerlebnis alle Bilder in Galerien neu zusammen stellen, was sicher reizvoll wäre. Oder ich würde auf die Galerien verzichten und nur die automatische Produkterstellung nutzen. Ich weiß nicht, ich überlege noch. Wer aber neu einen Shop erstellt, dem ist mit diesem Plugin sicher geholfen.

Ähnliches in Bezug auf die automatische Produkterstellung bringt das WooCommerce Photography Plugin mit. Doch das ist teurer, bringt keine so schönen Galerien mit und hat einen anderen Ansatz. Der zeigt sich auch darin, dass WooCommerce Photography Produkte nicht als normales Shopprodukt behandelt werden, sondern in einem eigenen Loop zu finden sind.

Vor kurzem schrieb ich über das Symbio Plugin, mit dem man Fotos ganz einfach zum Download zum Verkauf online bringen kann. Leider scheint das Plugin seit gut einem Jahr keine Updates mehr zu bekommen und die letzte Version war nur mit WooCommerce 3.0.7 kompatibel. Inzwischen sind wir aber schon bei WooCommerce 3.4.3 und da gab es gerade bezüglich der DSGVO neue Funktionen. Schade.